Steht der Christbaum erst mal sicher in der guten Stube, lassen die Kommentare der Betrachter nicht lange auf sich warten. … Früher war mehr Lametta! :-)

Chrischbom lobä

Übersetz: Christbaum loben, eine alte Tradition, die z.B. im Baar-Städtchen Löffingen noch hochgehalten wird.
Zwischen Heilig Abend und Dreikönig ist genug Zeit, einmal bei seinen Nachbarn oder Verwandten vorbei zu schauen und den Christbaum zu begutachten. Natürlich gibt dieser Brauch Anlass, den Baum recht herauszuputzen, so dass auch wirklich ein Lob dabei herausspringt.

Begegnen statt bewerten

Um was es im Kern dieses Brauches jedoch vermutlich viel mehr geht ist die Begegnung, der Austausch, das gemütliche Beisammensein und ein Schwätzchen miteinander abzuhalten. Der Verwandtschaftsbesuch ist bei vielen noch übrig geblieben, der Besuch bei den Nachbarn wohl eher weniger.

Soziale Komponente

Im Zeitalter der sozialen Netzwerke wurde das Christbaum-Loben immer mehr zum Christbaum-posten; -liken; -teilen; …was für Freunde in der Ferne durchaus etwas erwärmendes und verbindendes haben kann. Wir gewähren heutzutage jedenfalls deutlich leichter einen „Online-Einblick“ ins eigene Wohnzimmer, als dass man sich auch mal in echt trifft und ein Bisschen miteinander „schnattert“ (aus dem Hochschwarzwald: Ein Schwätzchen halten)

Besuchszeit

In der Mitwinterzeit wurde früher noch mehr wie heute die Zeit genutzt, sich zu besuchen, auszutauschen, über die Blutsfamilie hinaus miteinander zu feiern und es sich zusammen gut gehen zu lassen.
Vielleicht besuchst du ja noch jemanden, der darüber überrascht sein wird und sich sehr freuen würde.

Viel Freude