Brüder im Keis

Das Zeitgeisttreffen der Bruderschaft Ende April 2015 brachte erahnte aber auch erstaunliche Erkenntnisse. Der gesammelte Zeitgeist jedes Einzelnen ergab Bilder, von denen hier eines geteilt wird.

Ausbrennen

Erstaunlich, dass wir über das Ausbrennen, vor allem bei Frauen, sprachen. Ja, diese Thematik begegnet uns derzeit vermehrt und sie hat sich bis in die Kriegerschule vorgedrängelt. Burnout ist ja kein neues Thema. Es trat zu Beginn eher bei Managern auf, vornehmlich Männer aber auch bei Frauen. Dann verbreitete sich diese neue „Krankheit“ in alle Ecken der Gesellschaft. Ärzte, Psychologen, Heiler, … drei viertel der Gesellschaft hat damit zu tun.

Unsere Körper sind weiblich

Aus unserer schamanischen Sichtweise und vor allem eben aus dem intensiven Gespräch und dem zusammentragen von Weisheit (wie es in den RadsKreisen und Sprechstabrunden der Bruderschaft geschieht) ergaben sich neue / alte Ansichten. Ausbrennen hat mit Feuer zu tun. Feuer ist ein männliches Element. Ausbrennen zeigt sich meist zuerst in der Psyche, sehr schnell aber auch im Körper. Unser Körper ist aus Mutter Erde geboren, also sind unsere Körper weiblich, egal welchen Geschlechtes wir sind.

Gleichstellungskrieg

Mir ist bewusst, dass diese Aussage den Kämpferinnen und Kämpfern der Gleichberechtigung nicht sofort gefällt. Wir sind jedoch in eine Sackgasse des Kampfes um Gleichstellung, Gleichberechtigung, Emanzipation oder wie auch immer wir es nennen gerannt und da geht es nicht weiter. Der auf Geschlechter bezogene Streit um Vorteile, Nachteile und Ungerechtigkeiten führt zu mehr Kampf und Konkurrenz und somit zu mehr Krieg.

Yin & Yang

Wir täten gut daran, uns zuerst einmal als Menschen zu betrachten, die zwar als Frau oder Mann geboren werden, aber beide Anteile in sich tragen. Die Ausprägung des Körpers ist Frau oder Mann, doch trägt jede Frau genau so viele männliche Anteile in sich wie jeder Mann weibliche Anteile hat. So wäre es sehr viel sinnvoller, wenn wir mehr Bewusstsein über „das Weibliche“ und „das Männliche“ gewinnen würden, und das ganz unabhängig vom Geschlecht Frau oder Mann. Yin & Yang sind uns ja längst keine fremden Begriffe mehr, doch stellt sich die Frage, wie sehr wir all diese Spirituellen Lehren auch wirklich auf uns und das Zusammenleben auf dieser Erde umsetzen.

Zu viel Feuer

Das männliche Prinzip des Feuers ist in unserer Gesellschaft absolut dominant und viel zu mächtig. Es wird noch immer viel zu männlich regiert und bestimmt. Die meisten Verantwortlichen sind auf den ersten Blick Männer oder männlich ausgerichtete Frauen. Es tut mir leid, wenn es Männer erwischt die unter die Räder kommen. Deswegen über die immer dominanter werdenden Frauen zu jammern und weiter in Konkurrenz zu bleiben ist keine Lösung. Wenn es etwas zu bejammern gibt dann ist es der Umstand, dass das männliche Feuerprinzip von Frauen ebenso missbräuchlich verwendet wird wie von Männern. Unsere Gesellschaft ist dabei auszubrennen und nebenbei brennen wir Mutter Erde auch noch aus.
Das was in uns ausbrennt ist das Weibliche.

Alles ist aus der Frau geboren

Diese Welt leider am Burnout und der Brandherd sitz in den kapitalistischen Konsumgesellschaften. Wenn es etwas gibt, auf was wir alle mehr achten sollten dann ist es der Schutz des Weiblichen. Das weibliche Prinzip des Einatmens, der Wahrnehmung, der Intuition, der Innenschau, des Empfangens, des Körpers. Frauen sind die Vertreterinnen der Göttin auf Erden.
Ein Heiliges Gesetz lautet: Alles ist aus der Frau geboren.
So ist es. Alles ist aus der Frau geboren, jedes Kind ob Mädchen oder Junge. Und jeder Mensch ist aus Mutter Erde geboren. Das ist keine Metapher, das ist die elementare Realität auf diesem Planeten. Wir sind Kinder von Mutter Erde. Die Erde zu schützen heißt die Kinder zu schützen heißt das Weibliche zu schützen heißt unsere Körper zu schützen, …

Voneinander lernen

Schützen ist etwas Aktives und eine männliche Eigenschaft. Mit männlicher Kraft das Weibliche zu schützen scheint mir sinnvoll, denn das ist eine männliche Gabe. Aktiviert eine Frau ihren inneren Mann, so steht ihr diese Kraft zur Verfügung. Deswegen ist diese Frau nicht weniger Frau. Aktiviert ein Mann seine innere Frau, so kann er viel mehr wahrnehmen, aus der Tiefe schöpfen und erkennen, was es zu schützen gibt. Deswegen ist dieser Mann nicht weniger Mann. Es geht im Grunde natürlich darum, dass wir alle in die Balance von Männlich und Weiblich kommen. Diese Aufgabe haben wir alle und wir können vom jeweiligen anderen Geschlecht lernen.

Funktionen

Eine männliche Funktion ist die des Wächters und Beschützers. Uns Männern würde es sehr gut stehen, wenn wir diese Kraft wieder neu entdecken und einsetzen würden. Sie im Außen wie auch im Innen zu finden und anzuwenden ist eine Aufgabe für uns alle. Das Männliche schützt das Weibliche, das Weibliche hält das Männliche. Wenn ich in der glücklichen Situation bin, dass diese Balance lebendig ist und sich vor allem auch in meinem Außen, speziell in meiner Beziehung zeigt, dann sind das sehr erfüllte Phasen meines Lebens.

Friede sei mit Dir