Über Jahrtausende hinweg hat sich die Schwitzhütte in vielen Kulturen und Landschaften in lebendiger Vielfalt entwickelt, getragen von den Menschen, die sie zelebriert haben, und von den Wegen, die sie gegangen sind.
In manchen Traditionen steht dabei vor allem das gemeinsame rituelle Feiern im Vordergrund, nahe an einem Gottesdienst, getragen von Glauben, religiöser Spiritualität und der Hingabe an das Heilige, während persönliche Entwicklungsprozesse bewusst im Hintergrund bleiben.
Wir achten und würdigen jeden von Herzen gegangenen Weg der Schwitzhütte, ehren ihre Herkunft und die überlieferten Traditionen und verstehen Tradition als etwas Lebendiges, das sich aus der Tiefe des Lebens immer weiter entfaltet.
Heilige Nahrung
In der Kriegerschule ist die Schwitzhütte ein heilvolles Ritual und zugleich ein Raum, in dem menschliche Entwicklung, innere Reifung und persönliches Erwachsen auf natürliche Weise geschehen dürfen.
Der schamanische Boden, unsere Rituale, Zeremonien, unsere Denkweise, unser Glaube und unsere Haltung sind das, was wir heilige Nahrung nennen.
Menschen kommen zu uns, um gemeinsam diese heilige Nahrung aufzunehmen, um sich davon nähren zu lassen und sie in ihr Leben wirken zu lassen.
Wir öffnen mit unseren Schwitzhütten einen Raum, der sich über vierundzwanzig Stunden entfaltet und als geschlossener Ritualraum gehalten ist, klar geführt und bewusst getragen, von Samstag, 14 Uhr bis Sonntag, 14 Uhr.
Diese Zeit ist ein zusammenhängendes Ritual, ein Weg und ein Übergang in eine andere Qualität von Zeit, Wahrnehmung und Verbundenheit.
Phase 1 – Ankommen und Sammeln
Mit dem Zusammenkommen der Menschen beginnt der Weg.
In der Vorbereitung, im gemeinsamen Tun und im Ausrichten auf das Ritual sammelt sich die Gruppe und der Gruppengeist wird geboren.
Für alle Verwandten
Du gehst hinein in die Gebärmutter von Mutter Erde, getragen von der Erinnerung an die große Gemeinschaft allen Lebens.
Wir gehen für alle Verwandten, für Steine, Pflanzen, Tiere und die Familie der Menschen, und ebenso für unsere Ahnen, die uns vorausgegangen sind und in diesem Raum ihren würdigen Platz haben.
So verbindet sich das Gegenwärtige mit Herkunft und Zukunft.
Innerhalb dieses großen Ritualraumes entfalten sich weitere Rituale, die den Weg vertiefen und verdichten.
Räucherungen sammeln und klären, Medizinlieder und Medizinmantren öffnen Herz und Stimme, Gebet fließt ein und durchzieht das gesamte Geschehen.
Wir begleiten Dich darin, wie Dein persönliches Gebet lebendig wird.
Phase 2 – Das Ritual der Schwitzhütte
Der gemeinsame Gang in die Schwitzhütte bildet den Höhepunkt dieses Weges.
Im Schoß von Mutter Erde verdichtet sich das Geschehen, Hitze, Gebet und Gemeinschaft führen durch Erfahrung, Wandlung und innere Bewegung.
Der Gruppengeist – ein einmaliges Wesen
Der Aufbau der Schwitzhütte geschieht gemeinsam.
Das Gerüst ist gesetzt, alles Weitere entsteht aus der Gemeinschaft heraus.
Feuer wird entzündet, Steine werden gemeinsam auf das Feuer gelegt, Verantwortung wird geteilt, Präsenz wächst.
Schon hier beginnt das Ritual und führt jeden Einzelnen Schritt für Schritt tiefer in den Raum.
Unsere Schwitzhütten folgen einer klaren rituellen Dramaturgie, die Raum gibt für das, was durch die Menschen gegenwärtig wird.
Erfahrene und neue Teilnehmende fließen zusammen, und aus allen Anwesenden entsteht ein gemeinsames Wesen, ein Gruppengeist, der jedes Mal neu geboren wird.
Dieser Gruppengeist ist passgenau für die Menschen, die zusammenkommen, und zugleich abgestimmt auf den Zeitpunkt, die Jahreszeit, den Mondstand und den Zeitgeist, … Sodass jede Schwitzhütte ihre eigene, stimmige Qualität trägt.
Phase 3 – Mahlzeit und Traumzeit
Nach der Schwitzhütte wirkt das Ritual weiter.
In der Nacht ordnen sich Erfahrungen, Bilder und Empfindungen, manches zeigt sich im Traum, anderes wirkt still im Inneren und findet dort seinen Platz.
Hochwertige, liebevolle Nahrung
Im Anschluss kommen wir zusammen, um physische Nahrung zu uns zu nehmen, ein hochwertiges, biologisches, fleischfreies Essen, auch für vegan lebende Menschen geeignet.
Diese Nahrung wird in Dankbarkeit als Geschenk von Mutter Erde geehrt, gemeinsam eingenommen, gefeiert und bewusst geteilt, als Fortsetzung des Rituals auf der Ebene des Körpers.
Danach geht es in die Nacht, oft in einen tiefen Schlaf, manchmal eher lebendig. So oder so wirkt das Ritual tief und mächtig, ob still oder laut, lebendig oder ruhig, mit oder ohne eine Erinnerung an die Träume.
Phase 4 – Einsammeln und Integration
Am nächsten Morgen öffnet sich ein weiterer wesentlicher Raum.
Im Kreis des Teilens wird das Erlebte ausgesprochen, gehört und gewürdigt, und das Gold aus dem Ritual wird geschöpft und in Worte, Bilder und Einsichten gefasst.
Dieser Kreis findet in unserem Seminarraum statt und ist getragen von Klarheit, Präsenz und einer tiefen Anbindung.
So findet das Erfahrene Ausgleich, Balance und seinen Platz für den Weg zurück ins Alltagsgeschehen.
Im Anschluss daran führt ein üppiger Brunch den Ritualraum sanft zu seinem Abschluss.
Gemeinsam essen, sich nähren, verweilen und ankommen rundet die vierundzwanzig Stunden ab.
Uns ist wesentlich, wie Menschen nach einem tiefen Ritual ihren Weg fortsetzen.
Der Kreis des Teilens und der gemeinsame Abschluss unterstützen einen kraftvollen Übergang zurück in den Alltag, sodass das Erfahrene seinen Platz findet und weiterwirkt.
Das ist unsere Erfahrung.
Das ist unsere Haltung.
So sind die Kriegerschulen-Schwitzhütten.
Schwitzhütte & Dance Chief
Jede Schwitzhütte trägt den Klang und die Bewegung derjenigen, die sie führt, und wir nennen diese Rolle Dance Chief, weil sich im Ritual der Tanz des Lebens sammelt, verdichtet und in Wandlung kommt.
Gut Schwitz
Marsha & Jack
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