Im Schamanischen Sommercamp entsteht ein geschützter und kraftvoller Rahmen, in dem du deine Schwelle ins Erwachsen Sein bewusst überschreitest und deinen Wandel würdevoll feierst.
Du stehst an einer Schwelle. Vielleicht noch namenlos, doch spürbar: Etwas lässt das Kindsein hinter sich und ist noch nicht ganz im Erwachsensein angekommen. Mal klar und kraftvoll, mal suchend. Dieses Wechselspiel gehört zur Reifung. Pubertät ist eine Übergangszeit, die bewusst gegangen werden will.
Deine Entscheidung
Im Sommercamp bekommt dieser Übergang einen würdigen Raum. Du entscheidest dich, Verantwortung für dein Erwachsen zu übernehmen und in eine neue Lebensphase einzutreten. Ob mit klaren Bildern oder offenen Fragen – das Ritual beginnt genau dort, wo du stehst.
Vorbereitung – der Weg beginnt früher
Deine Entscheidung kann lange vor dem Camp fallen. Mit der Anmeldung erhältst du Fragen und die Anleitung für einen Naturgang. Du schreibst über deine Geschichte, Ängste, Träume und Gaben, markierst eine Schwelle in der Natur und überschreitest sie bewusst. So beginnt dein Erwachsen bereits in dir.
Sprich mit deinen Eltern darüber. Eltern, sprecht mit euren Kindern. Ein Übergang gewinnt Kraft, wenn er im Gespräch getragen wird.
Reifen – ein organischer Prozess
Reife zeigt sich unterschiedlich. Im Camp ordnet sich vieles von selbst. Jede Entwicklungsstufe findet ihren Raum und passende Gefährtinnen und Gefährten. Wir begleiten so, dass dein Schritt dich stimmig fordert. Auch die Jungen Wilden wirken mit – junge Menschen, die ihren Übergang gegangen sind und Verantwortung tragen.
Die Prüfung – Nacht auf dem Berg der Angst
Ein Übergangsritual enthält eine Prüfung. Es geht um Mut, Überwindung und die Begegnung mit deinen Grenzen. Die Nacht auf dem Berg der Angst ist das Herzstück. Du wirst ausgesendet und gehst allein bis zum Sonnenaufgang in die Natur. In der Verdichtung der Nacht begegnest du dir selbst und lernst, der Angst zu begegnen und sie in Kraft zu wandeln.
Nacht auf dem Berg der Angst oder Mondhütte
Oft gehen junge Männer in die Nacht, während junge Frauen zunächst die Mondhütte wählen, begleitet von Marsha. Die Wahl bleibt offen. Entscheidend ist, dass das Ritual zu dir passt.
Das Feuer und der Stamm
Während du draußen bist, brennt im Camp ein heiliges Feuer. Patin oder Pate, Begleiterinnen und Begleiter, Eltern oder Geschwister sitzen am Feuer, sprechen Gebete und halten das Feld. Du bist allein im Wald und zugleich getragen vom Stamm.
Sind deine Eltern im Camp, gehen auch sie einen Schritt des Loslassens, unterstützt durch ein eigenes Ritual.
Rückkehr und Reifung
Beim Sonnenaufgang wartet der Stamm. Das Feuer glüht, der Kreis ist wach. Du kommst zurück – gereift. Du hast deine Ängste angeschaut, deine Kraft gespürt und bist dir nähergekommen. Darin liegt die Wirkung: Du weißt klarer, wer du bist und wie du in der Welt stehen willst.
Ermunterung
Wenn du spürst, dass eine Schwelle da ist, beginne das Gespräch und triff eine bewusste Entscheidung.
Wenn du als Elternteil wahrnimmst, dass dein Kind sich wandelt, öffne den Raum dafür.
Ein bewusst gegangener Übergang schenkt Würde, Orientierung und innere Stabilität und stärkt den Weg ins verantwortliche Erwachsensein.
Antrag auf finanzielle Unterstützung
Wenn Jugendliche und junge Erwachsene einen finanziellen Zuschuss für eine Zusammenkunft der Kriegerschule beantragen möchten, geht die Anfrage direkt an die Jungen Wilden.
Der Antrag wird dann mit der Bitte um die Beantwortung einiger Fragen geprüft.
Anfragen bitte an: jungewilde@kriegerschule.de