Schreib mal was zum NACHTCAFÉ

Nachtcafé GruppenbildFoto: SWR-Nachtcafé "Männer unter Druck", Rechte: SWR/Sabine Stumpp

Eine richtig gute Gelegenheit

Ich bin zufrieden mit der Entwicklung meiner TV-Präsenz und empfinde es als eine starke Steigerung, in welchem qualitativen Rahmen unsere Arbeit und Ansichten gehört werden möchten.

Qualität
Das Nachtcafé existiert seit 25 Jahren und genau so lange ist Wieland Backes der Gastgeber der Sendung. Über so einen langen Zeitraum "Quote zu bringen", das heißt schon was im schnelllebigen Fernsehen, würde ich sagen. Meines Wissens gibt es außer der Tagesschau kaum was anderes, was sich so gut gehalten hat. Die Qualität habe ich deutlich bemerkt. Es war ja nicht das erste Mal, dass meine Meinung gefragt war.

BackesFoto: SWR-Nachtcafé "Männer unter Druck", Rechte: SWR/Sabine StumppFormatfrage
Bei „Fakt ist ...“ vom MDR sammelte ich schon mal meine Erfahrung mit einer Live-Sendung. Es war nicht mein Format: 45 Minuten zack zack, und nicht zu lange Luft holen, sonst reden die anderen. Ein gesprächiger Schauspieler und zwei Medienprofis reichten, um mir ziemlich wenig Redezeit zu lassen. Dann ließen sie Bilder von nackten Männern am Feuer auf einem Bildschirm laufen, der in meinem Rücken platziert war, so dass ich es nicht sehen und noch weniger kommentieren konnte ... okay, es ist ein anders Format, und es war wie es war.

Vorarbeit
Der SWR meldete sich zwei Monate vor der Aufzeichnung, ich redete mit einer Redakteurin 2,5 Stunden. Sie hatte 30 Minuten für das Erstgespräch kalkuliert, und wir waren uns einig, dass ich was zu sagen habe. Noch ein Gespräch und es war klar: Ich bin dabei.

Was mir ebenfalls gefiel ist, dass Wieland Backes persönlich mit mir sprechen wollte. Da war ich schon aufgeregt. Wir waren gerade an der Sababurger Mühle, ohne Mobilnetz, ohne Internet, ...  also ging´s ab zu Katja nach Hause nach Reinhardshagen, um festnetzlich telefonieren zu können.

Aufregendes Telefonat
Marsha ging mit dem Hund, damit ich in Ruhe reden konnte. Und dann klingelte es, der Backes war dran und stellte ganz ruhig eine Frage nach der anderen. Er ist schon abgebrüht, das merkt man, aber total neugierig geblieben. Wahrscheinlich ein wichtiger Bestandteil des Rezeptes vom Nachcafé.

Nach zehn Minuten hörte es nicht auf, an der Haustür zu klingeln. Ich ging dann mal an den Türöffner, um zu erfahren, dass ein Holztransporter kommen würde und unser Auto im Weg stünde. Ich fragte Herrn Backes, ob ich mal eben meinen Wagen wegstellen könne - zehn Minuten und es ginge weiter. Okay, kein Problem.

Ich ging raus, die Tür fiel zu und mir war klar: Jetzt kannst du Marsha und Jackson suchen, denn die haben den Haustürschlüssel dabei. Ab ins Auto zur vermutlichen Route meiner beiden Liebsten. Parken und ab in den Acker. Weiß nicht, wann ich das letzte Mal so gerannt bin.

Jackson kam auf mich zu und ganz weit hinten Marsha. Nun gut, das Gespräch wurde eine halbe Stunde später fortgesetzt und war wunderbar.

Die anderen Teilnehmer/Innen
Zum Aufzeichnungstermin fuhren wir nach Ludwigsburg. Marsha, Jackson und ich im 4-Sterne-Hotel, sehr nett!! Die anderen Teilnehmer kamen langsam alle an und die meisten Begegnungen waren ganz nett. Als Katja Kessler (Ehefrau vom Bild-Chef) ankam, als letzte ..., fuhren wir im Fahrstuhl zusammen und ich stellte mich vor.

"Ah, Sie machen also richtige Kerle aus den Jungs?", fragte sie. Das sei Ansichtssache, sagte ich, und das verwunderte sie ziemlich. Mit Monika Eveling, der Ex-Gleichstellungsbeauftragten verstand ich mich gleich sehr gut. Ihr Mann war auch dabei und im Doppelpack sind die beiden dann doch ein bisschen sehr auf Männerrecht aus, eigentlich fast so verbissen wie Irmgard Schewe-Gerigk, die Feministin.

Beim Alfredo Stüssi war schnell klar, dass er auch ein alter Schamanist ist bzw. war. Er sagte, er habe das Schamanisieren  bleiben lassen. Ingo Apelt war vor der Sendung nervös und gelangweilt und außerdem echt fertig. Ist halt auch schon lange im Showbusiness. Dr. Mirbach, der sich das Fett absaugen ließ, ist sehr sympathisch und wir haben uns sehr gut verstanden. Mit Irmgard Schewe-Gerigk hatte ich vorher kaum Zeit zu reden und Peter Thum war auch ganz still.

Besprechung
Wir trafen uns dann alle mit dem Moderator Wieland Backes zu einer kurzen Vorbesprechung. Er stellte uns vor und wir konnten ihn auch noch korrigieren, falls uns was nicht gepasst hätte. Die Reihenfolge, in der die Teilnehmer zu Wort kommen sollten, wurde mitgeteilt. Ich sollte am Ende sprechen.

Nachtcafé Jack SilverFoto: SWR-Nachtcafé "Männer unter Druck", Rechte: SWR/Sabine StumppAufzeichnung
Vor der Aufzeichnung im schönen Schloß Vavorit wurde es dann doch merklich aufgeregter. Es waren wirklich sehr viele SWR-Mitarbeiter vor Ort. Unglaublich, was das für ein Aufwand ist.

Dann durfte Jackson doch nicht mit ins Café und musste von Mitarbeiterinnen betreut werden. Es war draußen im Park, bis ein sauheftiges Gewitter kam, ... die hatten auch ihr Erlebnis. Noch schnell das Räucherwerk vorführen, nicht dass der Feueralarm ausgelöst wird, ... die Trommel war dann doch zu viel, ... ja, und dann ging´s los.

5 - 4 - 3 - 2 - 1  ... und Aufnahme
Der Backes hat natürlich immer wieder einen leicht ironischen Ton drauf, das ist seine Art, das hielt sich jedoch in Grenzen. Z.B. bei spirituellen Themen benimmt er sich oft nicht so gut, das hab ich schon festgestellt. Um so erstaunlicher fand ich, dass ich nicht auf diese Art verunglimpft wurde.

Wenn´s dann los geht, geht alles auch sehr schnell und es war bald klar, dass die beiden Damen mit dem Herrn von der Männerpartei eher kämpferisch unterwegs sind. Der Ingo kann halt reden und Spaß machen, hat sich aber meines Erachtens für eine Rampensau sehr gut benommen. Ich erinnere mich an einen Talk mit Ingolf Lück zum selben Thema, wo der so was von komödiantisch aufgedreht hat, dass jegliche Ernsthaftigkeit verloren ging. Das war hier jedenfalls nicht so.

Das Beste kommt immer zum Schluss :-)
Zwischendurch war ich still, auch weil ich wusste, dass ich am Ende nochmal mehr Zeit bekomme. Es war eine gewisse Reihenfolge besprochen, die eingehalten wurde. Natürlich haben die Dazwischenredner/Innen und Rechthaber/Innen das Ganze ein wenig verschoben.
Der Pilot mit seiner haarsträubenden Geschichte war noch längst nicht am Ende und wurde im Schnitt dann auch etwas gekürzt. Der war so was von aufgeregt. Ich konnte ihn männersolidarisch an seiner Seite energetisch unterstützen.

Nachtcafé KraftstabFoto: SWR-Nachtcafé ''Männer unter Druck'', Rechte: SWR/Sabine Stumpp

Am Ende konnte ich sagen, was mir wichtig ist. Was, hatte ich mir nicht so genau vorgenommen, es kam auch aus der Diskussion heraus und war natürlich eh meine Ansicht. Kraftstab und Sprechstab bekamen einen Platz in der Sendung und das wurde auch nicht verulkt. Geil!

Ich hab dann noch geräuchert und die bösen Geister vertrieben, danach war die Stimmung merklich anders.

Steigerung
Ja, ich bin zufrieden mit der Entwicklung meiner TV-Präsenz und empfinde es als eine starke Steigerung in der Qualität, in welchem Rahmen meine Arbeit und meine Ansichten gehört werden möchten.

Es gab schon einige Beträge:

  • Landesschau im WDR mit 4 Minuten und mega-zynisch

  • RTL Morgenmagazin, 3 Minuten, nicht ganz so zynisch

  • Ein 3/4 Std Beitrag im ORF über das neue Mannsein

  • Die Dokumentation von Claus Räfle „Wann ist Mann ein Mann“

  • Michael Kubitscheck vertrat mich in einer Diskussionsrunde (die mit Ingolf Lück), durfte aber „nur“ an der Bar stehen, sprach sehr gut und durfte dann nichts mehr beitragen, ...

  • Die Live-Diskussion „Fakt-ist...“ im MDR, was nicht mein Ding war

  • Das „Nachtcafé“.

Vier-Sterne-Essen
Nach der Aufzeichnung waren wir alle zusammen sehr fein Abendessen. Alle Partner und Ehefrauen und Anhänge waren eingeladen, die Redakteure waren dabei und der Chef natürlich auch. Es gab gute Gelegenheiten, mit den anderen Teilnehmern noch mehr zu reden und nach ein paar Gläschen Rotwein wurde auch Irmgard Schewe-Gerigk ganz friedlich und hatte vor allem mit Marsha ein sehr gutes und inniges Gespräch. Auch die Hitzköpfe konnten mal zuhören und die Stimmung war sehr gut.

The Day after
Der Morgen begann mit einem wirklich sagenhaften Frühstück, wieder mit allen Teilnehmern zusammen, außer Frau Kessler, die war schon weg und Ingo, der war am Abend zu betrunken und kam erst um halb zwölf aus´m Bett. Wir alle haben das voll genossen und reichlich zu uns genommen.

Viele Klick´s
Die Klicks auf unsere Internetseite gingen nach der Sendung mächtig hoch :-) ...

Auf der Hebel-Suche
Immer auf der Suche nach einem guten Hebel dürfen sich nun neue Wege zeigen, wie und wo ich unsere Arbeit und Ansichten noch vertreten kann.

Wir freuen uns, wenn jemand gute Kontakte zu den Medien hat und uns weiter empfehlen möchte.

Friede sei mit allen Wesen
Regenbogenherz-Kolibri

Gelesen 2744 mal Letzte Änderung am Montag, 25 März 2013 12:53

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