Werkzeuge, Techniken, Sichtweisen
Anerkennung
Anerkennung kann man auch als das Grundbedürfnis bezeichnen, gesehen zu werden. Sie wird oft mit einem Kompliment verwechselt, unterscheidet sich jedoch darin, dass eine Anerkennung nicht nur im „positiven" Sinne gemeint sein muss. Ein Kompliment ist eher mit einem Lob zu vergleichen, einer Feststellung von „guten" Eigenschaften oder Taten.
Die ausgesprochene Anerkennung ist etwas, was man bei einem gesehen hat und bezieht sich im besten Falle auf eine Tat. Ob diese Tat „gut" oder „schlecht" ist, spielt keine Rolle, denn eine Anerkennung beinhaltet, im Gegensatz zu einem Kompliment, keine Wertung. Sie basiert auf einer genauen Beobachtung, darauf, dass man jemanden wirklich mitbekommen hat, dass man wach und aufmerksam war.
Anerkennung braucht sich überhaupt nicht auf großartige Ereignisse beziehen. Gerade die Kleinigkeiten, die Feinheiten im Tun und Handeln eines anderen zu bemerken und dann als Anerkennung ausgesprochen zu haben, zeigt einem ganz besonders, dass man gesehen wurde.
Ob eine Anerkennung ankommt, hängt von der Präzision der Beobachtung und des genauen Aussprechens ab. Hängt man eine Erklärung, ein „Warum" an die Anerkennung, verwässert sie und verliert an Kraft.
Eine Anerkennung die trifft, ruft eine körperliche Reaktion hervor. Die Augen leuchten, es kommt mehr Farbe ins Gesicht und man wird sofort lebendiger und wacher.
Es ist ein Bedürfnis, gesehen zu werden.