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Vater & Sohn Erfahrungen
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- Erstellt am Mittwoch, 29. Februar 2012 00:00
Erfahrungen
Was Mann so alles erfahren kann, beim Vater & Sohn Wochenende ...
Große Altersspanne willkommen
Das vierte Vater & Sohn-Wochenende der Kriegerschule, es war im Jahre 2008 (!), versammelte eine bunte Mannschaft von Vätern, ihren Söhnen und "dem besten Freund" eines der Jungen. Bunt war auch die Altersspanne. Dachten wir zu Anfang der Vater & Sohn-Projekte daran, die Treffen in unterschiedliche Altersstufen der Jungs zu unterteilen, zeichnete sich mit jeder Veranstaltung deutlicher ab, dass eben dieses breite Spektrum von 6 bis 17-jährigen jungen Männern eine Fülle und Qualität bietet, die uns inzwischen sehr Willkommen ist.
Vorbilder
Die großen Jungs sind mindestens genau so neugierig betrachtete Vorbilder wie die Väter. Sie übernehmen ganz natürlich Verantwortung, helfen, geben Rat und finden Lösungen für die Probleme der Kleineren. Da war für uns "Alte" gar nicht mehr viel zu tun.
Tun oder lassen?
Und genau das ist ein deutlicher Spiegel dieser Arbeit: Was machen wir denn eigentlich mit den Jungs, oder besser gesagt, wie lassen wir die Kinder denn "sein"? Die Väter können bei unseren Vater & Sohn-Wochenenden einen Blick auf das Tun und Lassen der anderen Männer werfen, sich selbst prüfen, herausfinden, wie die eigenen Regeln eigentlich entstanden sind, und entscheiden, ob sie "wirklich" von Nutzen sind.
Vom Hörer zum Zu-Hörer
Das Hören, was die Jungs zu sagen haben, egal wie gut sie sich schon ausdrücken können, ist so wertvoll wie das Hören der Kinder selbst. Vom Hörer zum Zu-Hörer zu werden ist wichtig und oft nicht einfach. Zu-Hören heißt aktives hören, neugieriges hören, unvoreingenommenes hören. Dies zeigte sich auch in verschiedenen Teamspielen, wo einige junge Männer gute Lösungen auf Lager hatten, jedoch mit den Konzepten und der Besserwisserei der "Alten" zu kämpfen hatten und schwer durch kamen.
Die lieben Konzepte
Ja, unsere Konzepte stehen bei Vater & Sohn auf dem Prüfstand, und das ist gut so. Denn wenn ich in meinen Konzepten gefangen bin, habe ich keine Möglichkeit, das Aktuelle, das, was gerade ist, frei und unvoreingenommen wahrzunehmen. Es zeigte sich mal wieder, dass die Arbeit eindeutig bei uns Erwachsenen liegt. Die Kleinen machen das ganz einfach und natürlich, wenn wir sie lassen.
Lassen und loslassen
Das Lassen, oder besser das Loslassen war bei den Männern mit den älteren Jungs ein Thema. Der Älteste war 17 Jahre, zwei Jungs 15 Jahre alt. In diesem Zusammenhang kamen wir unumgänglich zum Gespräch über eine Initiation. Genau da geht es für die Eltern nämlich ums Loslassen. Für die Jungs natürlich auch. Für beide Teile bedeutet loslassen auch ein Neuanfang. Und genau das ist die Kraft dieser Übergangszeiten. Sie führen uns in etwas Neues, in ein anderes Leben, in neue Herausforderungen, Freiheiten und Verantwortlichkeiten.
Die Rufe aus der Gesellschaft nach Übergangsriten, besonders für junge Erwachsene, sind nicht mehr zu überhören.
Ein Ergebnis davon ist unser Mehrgenerationencamp